Über Uns Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen - es war 2003. Ich hatte Nachtschicht und saß vor Schichtbeginn noch mit ein paar Arbeitskollegen in einer kleinen Sitzecke um noch einen Kaffee zu trinken. Meine Arbeitskollegin erzählte mir ganz aufgeregt, dass ihre Hauskatze Kitten bekommen hatte. Wir unterhielten uns oft über Katzen, denn auch damals schon waren wir voll im Katzenfieber. Sie hatte damals 2 Hauskatzen, ich selbst hatte 3 - Mursyk, ein 1 jähriger stattlicher kastrierter Kater von 6 Kg, Nimmy, eine zierliche alte Dame im Alter von 16 Jahren und Kelly, eine 5 jähriges Mädchen. Meine Kollegin zeigte mir das Foto einer Katze, die sie sich irgendwann einmal kaufen wollte - eine Maine Coon in blue silver tabby. Ich war hin und weg. Der Moment war gekommen, ich versuchte alles mir zugängliche über diese Rasse herauszufinden. Leider war es mir damals finanziell nicht so einfach möglich, mal eben 1000 € und mehr aus dem Ärmel zu schütteln. So verging die Zeit - Mursyk wurde schwer krank, er verstarb nach wenigen Wochen an FIP. Tessy war über den Verlust so unglücklich, dass sie anfing, überall zu urinieren, selbst eine damals hinzugezogene Tierpsychologin konnte uns nicht helfen. Nach langem hin und her entschieden wir, ihr ein komplett neues Umfeld zu ermöglichen, in der Hoffnung, dass sie ihren Verlust so besser vergisst - wir gaben sie auf den Bauernhof einer guten Freundin, wo sie sich drinnen und draußen frei bewegen konnte - sie hörte auf zu urinieren und lebte dort noch glückliche 12 Jahre. Nimmy mussten wir im Alter von 17 Jahren aufgrund Nierenversagens gehen lassen. 2004 war der große Moment gekommen - nach einem Besuch in einer nahe gelegenen Cattery kauften wir uns einen 5 Monate alten Maine Coon Kater in black silver classic tabby aus einer kleinen Hobbyzucht. Da ich auch dato schon mit dem Gedanken an eine eigene Zucht geliebäugelt habe, wurde der Kater gleich inklusive Zuchtfreigabe erworben. Er war ein total aufgeweckter - augenscheinlich gesunder Vertreter seiner Rasse. Er kuschelte sich schnell in unser Herz. Somit folgte kaum 8 Wochen später noch eine 10 Monate alte Maine Coon Dame aus der selben Zuchtstätte. Wie kam dann noch eine Hauskatze zu uns? 2007 fand ich eines morgens im Hühnerstall ein schwarz weißes Kitten - ich schätzte es auf ca. 3 - 4 Wochen - den ganzen Tag verbrachte ich in der Nähe vom Hühnerstall und beobachtete aus der Ferne, wann die Mama wieder zurück kommt - doch sie kam nicht. Nachdem sich nach 15 Stunden noch immer nichts getan hatte (ich wechselte mich mit meinem Sohn ab) - es war schon dunkel - begannen mein Mann und ich, mit Taschenlampen bewaffnet nach Geschwistern zu suchen - auch vergebens. So nahmen wir das Kleine mitten in der Nacht mit nach Hause und fütterten es mit Ziegenmilch und etwas Nassfutter. Auch die nächsten Tage lagen wir auf der Lauer - die Mama hat sich nie wieder blicken lassen. Das Kitten - unsere Kinder nannten sie Lucy - lebt bis heute als Kastrat bei uns als festes Familienmitglied. Seitdem lernten wir immer wieder neue Züchter kennen, es entwickelten sich feste Freundschaften, aber auch Neider blieben nicht aus. Gelegentlich kam/kommt ein neues Zuchttier hinzu, manchmal wurde/wird ein Tier kastriert - nicht alle kastrierten Tiere konnten/können bei uns bleiben, der Auszug fällt einem jedes Mal schwer. Eine Zucht zu betreiben heißt, dass man immer ein lachendes und ein weinendes Auge hat, dies mussten wir über die Jahre lernen. So begann unsere Zucht - mit vielen Höhen und leider auch Tiefen, aber seitdem stets mit unheimlicher Leidenschaft und Liebe zu dieser tollen Rasse. Seitdem haben wir uns immer wieder fortgebildet, uns über all die Jahre hinweg mit Genetik und Abstammungen befasst und sehr viel unserer Freizeit in unser Hobby gesteckt. Ohne unsere Tiere und unsere kleine Zucht können wir uns ein Leben nicht mehr vorstellen - das war die letzten 18 Jahre so und wir hoffen, dass wir noch einmal mindestens genauso lange dabei sind :)